Endlich ist es soweit.

Kleine Mini-Solaranlagen sind für den Einsatz im Balkon oder Terrassenbereich erlaubt. Lange Zeit war das ein sehr grauer Bereich. In vielen Nachbarländern schon üblich, selbst in der konservativen Schweiz und Österreich konnte eine kleine Solaranlage betrieben werde. Jetzt kann jeder Mieter, auch mit einfachen Mitteln und wenig Platz eine solche Anlagen nutzen und erneuerbare Energie aus der Sonne schöpfen.

Hier wollen wir Ihnen noch mal die Basics auf dem Weg geben und vielleicht 2018 zu Ihrer persönlichen Energiewende machen. Was sind Mini/ Makro Solaranlagen? Hier handelt es sich um kleine Einheiten, ab einem Modul bis zu 12 Solarmodule.

Die Panels sind leicht auf-und wieder abbaubar. Sie eignen sich dadurch auch sehr gut für den Einsatz auf Balkon, Terrasse oder Garage. Ideal für jeden Mieter. Selbst bei einem Umzug ist das dann kein Problem, durch die einfache und schnelle Demontage können Sie Ihre investiertes Geld immer mitnehmen. Die Technik ist die gleiche, wie bei einer normalen Dachanlage, Wechselrichter, Solarmodule und Unterkonstruktion bzw. Befestigung. Bei Dachanlagen benötigen Sie in der Regel eine Genehmigung von dem Strombetreiber / Versorger, weil dieser ja Ihren überschüssigen Strom abnehmen muss.

Bei der Mini-Solaranlage brauchen Sie nicht mehr fragen, keine Anträge etc. stellen, keine lästigen Formulare mehr. Sie können jetzt selber aktiv bei der Energiewende beitragen. Je mehr Leute sich beteiligen und damit Starten, desto grösser wird der Effekt sein. Gerade im Ballungsraum, wo Stadtbewohner sehr wenige Möglichkeiten haben aus eigener Kraft etwas zu bewegen, eine tolle Sache. # Wie funktioniert die Mini-Solaranlage auf dem Balkon / Terrasse? In der Regel können Sie schon komplette Pakete als Plug & Play kaufen.

Die Solarmodule kommen mit einem kleinen Wechselrichter und die Kabel per Spedition nach Hause. Die umgewandelte Sonnenenergie aus dem Solarmodul (Gleichstrom)wird vom Wechselrichter in Wechselstrom transformiert und in das Wohnungs-und Hausnetz eingespeist. 

Die Geräte in diesem Netz benutzen vorrangig den eingespeisten Sonnenstrom, danach erst den Netzstrom. Somit lassen sich Stromkosten sparen. Wie viel Strom erzeugen die Solaranlage?

Je nach Standort und Größe der Mini-Solaranlage können 20 bis 30 % der Strommenge produziert werde. Eine typische Anlage besteht aus zwei Solarmodule von ca. 150Wattpeak bis zu 280Wpeak. Schon mit einer Leistung von 600Watt lassen sich in Süddeutschland ca. 660 kWh pro Jahr erzeugen.  In Haushalten mit energieoptimierten Haushalten sind Mini-Solaranlagen eine effiziente Möglichkeit, den Strombezug spürbar zu senken.

In welchen Zeiträumen amortisiert sich dann eine Mini-Solaranlage? Hier ein paar Zahlen für Sie, eine kleine Mini-Solaranlage mit gerade mal einem Modul mit 270Watt liegt inklusive Zubehör bei ca. 470€. Im besten Fall produziert diese kleine Anlage ca. 300kWh für je 7 Cent und vermeiden den Bezug von Netzstrom für 29 Cent pro Kilowattstunde. Das kann bei aktuellen Strompreisen 87 Euro pro Jahr Ersparnis ausmachen. Die Mini-Photovoltaikanlage würde auf dieser Basis dann in fünf Jahren amortisieren.

Wenn sich die Strompreisenwicklung wie in den letzten 25 Jahren fortsetzt, macht das einen Gewinn von 2,326Euro aus. Wie lässt sich diese Mini-PV-Anlage jetzt anschließen?  Dieses Jahr wurde die neue DIN Norm 0100-551-1 beschlossen, voraussichtlich wird diese dann 2019 in Kraft treten. Die Mini-Solaranlage darf dann an jeden Stromkreis angeschlossen werden.

Aber für eine normgerechten Anschluss an einem Stromkreis / Hausnetz ist ein spezielle Einspeisesteckdose notwendig, die mit der maximalen Anschlussleistung gekennzeichnet sein muss. Welche Voraussetzung sind nötig? Es darf nicht so sein das der Hauszähler rückwärts läuft.

Das würde passieren, wenn mehr Energie eingespeist wird als verbraucht wird.  Daher ist es rechtlich Ratsam, wenn der Zähler eine Rücklaufsperre hat. Ist diese nicht vorhanden, sollte der Zähler vom Messstellenbetreiber getauscht werden. In den meisten Fällen ist das der Netzbetreiber.

Gibt es Risiken bei einer ungewollten Einspeisung in das öffentliche Stromnetz? Die Mini-Solaranlagen sind von der Leistung so klein dimensoniert, dass kaum bis nur sehr wenig Strom in das Stromnetz gelangen kann, sondern im Haus selber verbraucht wird. Besteht eine Brandgefahr oder eine Gefahr durch Überspannung?  Die Erfahrung bei unseren Nachbarn mit mehr als 250.000 Mini-Solaranlagen, hat gezeigt das aus solchen Mini-Solaranlagen in der Regel aus zwei Solarmodule nicht genügend Strom / Energie zugeführt wird, um eine fehlerfreie Elektroinstallation zu überlasten.